Fachbereich Erdkunde

Gewinner des Geographiewettbewerbs 2017

Geo-Wissenswettbewerb 2017.pdf (29,7 KiB)

Aus dem Unterricht

Exkursion Bauernhof

Jahrgänge 5 und 6

Jahrgänge 7 und 8

Jahrgänge 9 und 10

E-Phase

Bildungsbeitrag des Faches Erdkunde

Geographische und geowissenschaftliche Phänomene und Prozesse, wie z.B. Klimawandel, Erdbeben, Hochwasser und Stürme, aber auch Globalisierung, europäische Integration, Bevölkerungsentwicklung, Migration, Disparitäten und Ressourcenkonflikte, prägen unser Leben und unsere Gesellschaft auf dem Planeten Erde in vielen Bereichen.

Der Umgang mit diesen globalen und komplexen Entwicklungen erfordert eine Anpassung bisheriger

Verhaltensweisen und Handlungsstrategien auf der Grundlage von fundiertem Fachwissen und Beurteilungsvermögen, z.B. in den Bereichen Umweltschutz, Risikovorsorge, Sicherung der Ressourcen, wirtschaftliche Entwicklung, entwicklungspolitische Zusammenarbeit und Stadt- und Raumplanung.

Die genannten Prozesse erhalten ihre Dynamik aus den Wechselwirkungen zwischen naturgeographischen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten. Gerade hier besitzt die Erdkunde ihr besonderes fachliches Potenzial zur Welterschließung in Räumen verschiedener Art und Größe. Daraus ergibt sich als Leitziel des Erdkundeunterrichts die Entwicklung raumverantwortlichen Handelns.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Erdkundeunterricht die Möglichkeit, die o.g. Wechselwirkungen an ausgewählten Raumbeispielen zu erkennen, die daraus resultierenden Strukturen, Prozesse und Probleme zu verstehen und Problemlösungen zu durchdenken. Dazu ist zum einen ein Verständnis des Systems Erde, also der verschiedenen natürlichen Systeme und Teilsysteme der Geosphäre,  zum anderen ist ein Verständnis gesellschaftlicher Systeme in ihren wesentlichen raumprägenden Grundstrukturen erforderlich.

Die Beschäftigung mit dem Raum ist bedingende Kategorie unseres Lebens. Sich auf unterschiedliche Art und Weise räumlich orientieren zu können, ist eine wichtige geographische Kompetenz, die über die Kenntnis topographischen Basiswissens hinausgeht. Räumliche Orientierung bedeutet zudem, die Räume der Erde auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zu betrachten und unterschiedliche Raumwahrnehmungen zu reflektieren.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch neben den o.g. allgemeingeographischen Kenntnissen gleichzeitig grundlegende regionalgeographische Kenntnisseüber Regionen, Staaten und Staatengruppen sowie die Möglichkeit, im Spannungsfeld zwischen lokal und global ein reflektiertes Heimatbewusstsein, ein Bewusstsein als Europäer sowie Weltoffenheit zu entwickeln.

Erdkunde ist traditionell ein methoden- und medienintensives Fach, in dem Anschaulichkeit und Aktualität eine große Rolle spielen. Schülerinnen und Schüler nutzen eine Vielzahl von traditionellen und elektronischen Medien. Diese unterstützen die individuelle und aktive Wissensaneignung und fördern selbstgesteuertes, kooperatives und kreatives Lernen. Sie dienen Schülerinnen und Schülern dazu, sich Informationen zu beschaffen, zu interpretieren und kritisch zu bewerten, und fördern die Fähigkeit, Aufgaben und Problemstellungen selbstständig und lösungsorientiert zu bearbeiten. Im Umgang mit Medien erlangen die Schülerinnen und Schüler somit Methodenkompetenz.

Exkursionen und Projekte ermöglichen den Einbezug von außerschulischer Wirklichkeit und eigenen Handlungserfahrungen.

Das Fach Erdkunde leistet mit seinen Zielen, Inhalten und Methoden einen wesentlichen Beitrag zur Allgemeinbildung und schafft darüber hinaus Grundlagen für anschlussfähiges berufsbezogenes Lernen in zahlreichen Berufsfeldern, wie z.B. in den Bereichen Klima- und Umweltschutz, Planung, Tourismus und Wirtschaftsförderung in öffentlicher und privater Hand.

(Auszug aus dem Erdkunde-Kerncurriculum für Gymnasien in Niedersachsen)