Schulpartnerschaft Eichenschule Scheeßel - Wondekhoure (Guinea)

Leben ist Lernen - Bildung ein Menschenrecht

Wie alles begann!

Warum gerade Wondekhoure in Guinea / Westafrika?
Der Bau unserer neuen Partnerschule in Wondekhoure für etwa 120 Schülerinnen und Schü-ler wurde vom Kania-Förderkreis für Bildung maßgeblich unterstützt. Kania ist Scheeßelern – nicht zuletzt durch den unermüdlichen Einsatz des Ehepaares Schütz vor Ort – schon länger bekannt.
Das Projekt bekam für uns ein besonderes Gesicht, als Sekou Bangoura, der Leiter der Aktivitäten vor Ort in Guinea, die Eichenschule besuchte und mehreren Erdkundegruppen die Arbeit von Kania vorstellte.


Sekou Bangoura hat in Bremen Architektur studiert und ist anschließend in seine Heimat zurückgekehrt, um dort zu helfen. Auf beeindruckende Weise beschrieb er die Lebensbedin-gungen besonders im ländlichen Raum – schlechte medizinische Versorgung, keine Bildung – also keine Zukunft.

 

Was ist das Besondere an "Kania"?
Der Kania-Förderkreis gewährt Hilfe, die ankommt – ohne Bürokratie. Die engagierten Helfer in Deutschland wie in Guinea ermöglichen "Hilfe zur Selbsthilfe". Durch den Bau von Schulen und Sanitäranlagen, die Anlage von Brunnen und durch eine medizinische Grundversorgung haben besonders die Kinder eine Zukunftsperspektive.
Alle drei bisher gebauten Schulen entstanden durch die Eigenleistung der Dorf-Eltern. Not-wendige Materialien wie Ziegelsteine aus Lehm und Bauholz wurden vor Ort hergestellt oder gewonnen, nicht verfügbare Materialien, wie z.B. Dachbleche gegen die Sonnenhitze und sintflutartige Regenfälle, wurden durch Kania-Spenden finanziert.

Die Schule in Wondekhoure ist seit einem Jahr fertiggestellt und in Betrieb. Nach mehreren Monaten Schließung wegen der Ebola-Epidemie läuft der Betrieb langsam wieder an. Ab Ende Mai 2015 werden die WC-Anlage und die biologische Kläranlage fertig sein.
Die Schule vermittelt Grundbildung, übt demokratische Kultur ein, gibt Raum für Gespräche und hilft das Selbstbewusstsein gerade der Mädchen zu stärken.
Kein Wunder also, dass die Idee eine Partnerschaft mit der Schule in Wondekhoure zu schließen, sofort große Zustimmung fand und von der Gesamtkonferenz befürwortet wurde.

Was haben wir bisher getan?
Zuschüsse aus dem Sponsorenlauf 2014 unterstützten den Bau eines kleinen Lehrerhauses, um den ländlichen Lebensraum für Lehrer attraktiver zu machen.
Patenschaften für Schüler wurden von mehreren Gruppen der Eichenschule, z.B. Ganztags-betreuung, WPK Erdkunde Klasse 9, Lateinkurse, übernommen und die Anschaffung eines Generators zur Stromerzeugung wurde finanziert.
Die Lehrer der Eichenschule zahlen das Gehalt eines Lehrers für das kommende Jahr.
Zahlreiche Sachspenden konnten dank der Container, auch mit 120 Nähmaschinen aus der Rotary-Sammelaktion beladen, auf den Weg nach Conakry gebracht werden. So werden Kleidung, Spielzeug, Schreibmaterialien, Ranzen, medizinisches Zubehör oder auch Fahrräder (zum Besuch einer weiterführenden Schule) sehnlichst erwartet.
Wonu wali (Vielen Dank dafür!)

Wie soll die Partnerschaft mit Leben gefüllt werden?
Um Eichenschülern das Land Guinea und die Lebensbedingungen in Wondekhoure näher zu bringen, sollen entsprechende Themen wie "Wasser", "Klimawandel", "Entwicklungspolitik", "Folgen der Kolonialzeit", "Märchen", "Musik"… in den normalen Unterricht integriert werden oder beispielsweise an einem "Afrika-Projekttag" erarbeitet und präsentiert werden.
Natürlich soll es auch Aktionen geben, um Spenden zu sammeln. Bei unserer privilegierten Lebensweise mit allen Bildungschancen ist es eine gesellschaftliche Pflicht, einen kleinen Teil abzugeben. Von dem gespendeten Geld werden dringende Anschaffungen für die Schu-le und den Unterrichtsbetrieb bezahlt. Außerdem ist eine "Dorfmutter" eingestellt, die tags-über Ansprechpartnerin für die jüngeren Schülerinnen und Schüler ist, hilft und tröstet. Leider sind etwa ein Viertel der Kinder Waisen.
Klassen können auch Patenschaften für Schulkinder in Wondekhoure übernehmen. Von den dafür notwendigen fünf Euro im Monat werden Schulgeld, Schuluniform, Schulmaterial und eine regelmäßige Gesundheitsvorsorge bezahlt.
Doch nicht nur Geld ist wichtig; Briefe und vielleicht in ferner Zukunft auch E-Mails sollen den Kindern zeigen: "Wir denken an euch."
Die besondere Freude der Menschen in Wondekhoure über unsere Unterstützung konnte man am 6. März 2015 über mehr als 5000 km Entfernung per Telefon hören. Die besondere Bedeutung unserer Hilfe belegen die Worte des Häuptlings an seine Gemeinde: "Es gibt wieder Hoffnung!"

Mit den Spenden der Wahlpflichtkurse Erdkunde Klasse 9 und den Lateinkursen Jahrgang 11 und 12 konnte unsere Partnerschule in Guinea einen Generator zur Stromerzeugung kaufen.

Die Freude darüber ist groß…

In nuwali!