Studienfahrt Segelfliegen in Laucha

Unstrut in der Zeit vom 21.09.2014 bis zum 28.09.2014

 

Wir waren eine kleine, gemütliche Gruppe von nicht mehr als zehn Leuten, die sich für die Studienfahrt nach Laucha gemeldet haben. Zum Segelfliegen. Genauer gesagt, um dort die Ansätze des Segelfliegens zu lernen.

Keiner hatte zu Beginn auch nur die leiseste Ahnung, wo Laucha liegt.

Wir entschieden uns mit der Bahn zu fahren. Es ging von Scheeßel über Harburg, Uelzen, Magdeburg, Halle und Naumburg nach Laucha/Unstrut. Von dort wurden wir mit PKW abgeholt und zum Flugplatz gebracht. Mit diversen Verspätungen seitens der Bahn schafften wir es in der Rekordzeit von über fünf Stunden, im beschaulichen Ort Laucha zu landen.

Obwohl es sich im ersten Augenblick nicht so anhört, hat dieser Ort durchaus seinen Charme.

Und nicht zu vergessen, die Landschaft ist schön. Die Sonnenuntergänge auch.

Das wichtigste neben kurzen Hosen und definitiv wasserfesten Schuhen sind tatsächlich Sonnenbrillen. Es ist beim Fliegen äußerst ungünstig, wenn du keine Ahnung hast, wo du bist und wohin du fliegst, weil du nichts erkennen kannst.

Das schulbusähnliche Vehikel, das auf dem Hof des „Haus der Luftsportjugend“ stand, stellte sich tatsächlich als nicht fahrbar, aber dekorativ heraus.

Die Gänge der Unterkunft sind liebevoll mit Flugmotiven bemalt und die Zimmer hatten bequeme Betten, in denen selbst unsere „Großen“ genügend Platz fanden.

Auf dem Flugplatz durften wir bereits am ersten Tag, nach der Einweisung in die Segelflugzeuge, den ersten Start erleben. Einfach großartig!

Nachdem die Segelflugzeuge auf das Flugfeld gebracht wurden, gab es einen, der den Schreiber machte und die Zeit, die Flieger und den Flugzeugtyp protokollierte. Der Zweite war der Telefonist, der mit der Winde telefonierte und Flugzeugtyp und Personenanzahl durchgab. Der Dritte klinkte das Flugzeug ein. Der Vierte war der Starthelfer. Und der Fünfte, der saß im Flieger und hatte es gut.

Und dann gab es noch die, die sich ins Auto gesetzt haben und die Seile der Winde oder die gelandeten Flugzeuge zurück zum Startplatz geholt haben.

Wenn wir nicht am Fliegen waren, natürlich immer in Begleitung von Albert (Beneke) oder Albert (dem dortigen Fluglehrer), hatten wir zwei Aufenthaltsräume, die wir auch abends nutzen konnten.

In dem einen stand zum Beispiel ein Billardtisch, in dem anderen ein Beamer. Beides wurde gern genutzt.

Nachdem der ein oder andere dann seine sensible Seite für die Steuerung entdecken durfte, hat man nicht nur bemerkt, dass der Start wie eine Achterbahn ist und dass das Ausklinken längst nicht so beängstigend ist, wie vorgewarnt war, sondern auch, dass das Herumkurven mit einem flotten Tempo (100 – 220 km/h) einfach unglaublich irre viel Spaß macht.