Che mie Der Fachbereich

Das Fach Chemie

Der Bildungsbeitrag des Faches Chemie

Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.

Georg Christoph LICHTENBERG (1742 – 1799) aus einem der „Sudelbücher“, ca. 1790

 


Die Chemie ist eine Naturwissenschaft, die sich mit den Stoffen, ihren Eigenschaften und mit der Umwandlung von Stoffen befasst. Es ist die Welt der Atome, Moleküle, Elemente und Verbindungen. Es sind rund 80 Millionen Verbindungen bekannt, die Chemiker herstellen können.Ein zentrales Konzept der Chemie ist die chemische Bindung, mit der zwei oder mehr Atome fest miteinander verbunden sind. Diese können durch chemische Reaktionen gebildet und gebrochen werden. Traditionell wird die Chemie in Teilgebiete unterteilt. Die wichtigsten davon sind die Organische Chemie, die kohlenstoffhaltige Verbindungen untersucht, die Anorganische Chemie, die die Elemente des Periodensystems und deren Verbindungen behandelt, sowie die Physikalische Chemie, die sich mit den grundlegenden Phänomenen, die der Chemie zu Grunde liegen, beschäftigt.

Im heutigen Chemieunterricht steht das Schülerexperiment im Vordergrund, mit dem die Lernenden Zusammenhänge selbst entdecken und erforschen können. Es ist ein besonderes Anliegen, dass die Schüler die Welt des Alltags um sie herum verstehen und beurteilen können.

Curriculare Vorgaben

Hauscurriculum Sek. I
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Hauscurriculum Klasse 11
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Hauscurriculum Sek. II
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Kerncurriculum Sek. II
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Kerncurriculum Naturwissenschaften Sek. I
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Unterrichtsinhalte

In den einzelnen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I werden folgende Themen schwerpunktmäßig behandelt:

5. Klasse

  • Laborführerschein: Aufbau und Bedienung des Gasbrenners, Sicherheitsregeln, Laborgeräte
  • Feuer – Verbrennungen – Verbrennungsdreieck
  • Brände und Brandbekämpfung, Löschmethoden

6. Klasse

  • Stoffe und ihre Eigenschaften (Löslichkeit, Brennbarkeit, Dichte, Schmelz- und Siedetemperatur
  • Stoffgemische und Trennverfahren I: Sedimentieren, Dekantieren, Sieben, Filtern, Destillieren, Chromatografieren
  • Teilchenmodell und Aggregatzustände

7. Klasse

  • Chemische Reaktion
  • Verbrennung von Metallen, Bindungsbestreben zu Sauerstoff, Oxidation, Reduktion
  • Energie bei chemischen Reaktionen (exotherm, endotherm), Aktivierungsenergie
  • Eigenschaften von Katalysatoren

8. Klasse

  • Redoxreaktionen
  • Gewinnung von Metallen
  • Bestimmung von Verhältnisformeln
  • Chemische Grundgesetze

9. Klasse

  • Stoffmenge, Molbegriff, Grundlagen der Stöchiometrie
  • Synthese und Analyse von Wasser
  • Wasserstoff, Knallgasreaktion, Knallgasprobe
  • Eigenschaften und Reaktionen der Alkali- und Erdalkalimetalle
  • Eigenschaften und Reaktionen der Halogene

10. Klasse

  • Atombau / Kern-Hülle-Modell
  • Salzbildungsreaktionen, Ionenverbindungen
  • Redox-/Fällungsreihe
  • Batterien und galvanische Elemente
  • Atom- /Elektronenpaarbindung
  • Molekül, Aufbau, Struktur, Elektronenpaarabstoßungsmodell
  • Dipole, Wasserstoffbrückenbindung
  • Säuren und Basen
  • Protonendonatoren und –akzeptoren

Bewertungskriterien

Allgemeines: Im Fach Chemie dienen schriftliche und mündliche Lernkontrollen der Leistungsbewertung. Hierbei haben mündliche Lernkontrollen in der Sekundarstufe I den Vorrang vor schriftlichen.

Mündliche Leistung: Die mündliche Bewertung ergibt sich aus der aktiven Mitarbeit beim Unterrichtsgespräch sowie insbesondere beim Planen, Aufbauen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. Hinzu kommen vorgetragene und abgefragte Hausaufgaben, Tests, Referate, eingebrachte Materialien, Informationen, Fragen und weiterführende Beiträge. Des Weiteren wird die sorgfältige Mappenführung bewertet, welche eine vollständige Dokumentation der Versuchsprotokolle, Stundenergebnisse und Hausaufgaben umfasst. Ferner werden erfolgreiche Wettbewerbsleistungen (z.B. Das ist Chemie, Dechemax, Jugend forscht, etc.) angemessen berücksichtigt.

Schriftliche Leistung: In jedem Schuljahr werden in der Sekundarstufe I zwei zensierte schriftliche Arbeiten bzw. bei epochalem Unterricht eine schriftliche Arbeit angefertigt. In diesen Arbeiten werden in der Regel Material beschrieben und ausgewertet. Neben reproduktiven Aufgaben, die unmittelbar den Lernstoff abprüfen, werden auch anwendungsbezogene Aufgaben gestellt.

In folgender Tabelle (für G9) ist die Gewichtung von mündlicher zu schriftlicher Leistung und die Anzahl der Arbeiten aufgeführt:

Jahrgang Stunden Mündlich Schriftlich Anzahl Arbeiten pro Schuljahr
5 und 6 3 60-67 % 33-40 % 3
7 bis 9 1 (epochal) 67 % 33 % 1
10 2 60 % 40 % 2
11 2 60 % 40 % 2
12 und 13 3 / 5 50 %[1] 50 % 3 in Jg.12 und 2 in Jg. 13

 

Stand: 13.06.2017

 

[1] In den Kurssemestern mit einer Klausur beträgt die Gewichtung mündlich zu schriftlich 60%/40%.

Nützliche Links

Chemieunterricht

Chemie-Master.de (mit Arbeitsblättern)

Didaktik der Chemie – Universität Bayreuth (mit Schulversuchen)

Didaktik der Chemie – Universität Wuppertal (mit Folien und Chemie interaktiv)

Prof. Blumes Bildungsserver für Chemie

Lebensnaherchemieunterricht (Unterrichtsmaterialien und Lernzirkel)

Prof. Stuhlpfarrers Chemie-Seiten (mit Unterrichtsbeschreibungen)

Schuelerlexikon (Schüler-Duden Chemie Online)

Seilnacht (Periodensystem, Chemikaliendaten, uvm.)

 

Experimente

chem-page.de (Spektakuläre Videos, u.a. zum Thema Sprengstoffe)

Chemieexperimente.de (Experimente für den Unterricht)

Chemieunterricht (Prof. Blumes Bildungsserver für Chemie)

Didaktik der Chemie – Universität Bayreuth

Experimente.net (Experimentierkunst)

Experimentalchemie.de (Versuchsbeschreibungen)

Experiment des Monats (Axel Schunk)

Experiments on the Web (Vorlesung, Bilder, Videos)