Tablet projekt Fragen und Antworten

Fragen und Antworten zum Tablet-Projekt

Stand 19.02.2026

Bei Fragen zum unterrichtlichen Einsatz von Tablets an unserer Schule richten Sie Ihre Anfrage bitte per E‑Mail an Marco Burghardt. Bei Fragen bezüglich der Hardware, Tabletbestellung und Einpflegung senden Sie Ihre Anfrage an Alexander Lünsmann.

  • Welche Tablets werden an der Eichenschule verwendet?

    An der Eichenschule kommen iPads zum Einsatz. Sie müssen folgende Anforderungen erfüllen:

    1. Es muss sich um das Basismodell iPad (kein iPad Air, kein iPad Pro etc.) handeln.

    2. Es darf keinen Simkartenslot (für Mobilfunkkarten) besitzen.

    3. Das Tablet muss der Eichenschule per DEP vom Händler zugewiesen werden. (Falls der Händler noch nicht mit der Eichenschule zusammengearbeitet hat, ist die dafür notwendige Organisations-ID bei den Administratoren zu bekommen.)

  • Warum die 8. Klassen?

    Die Einführung in Jahrgang 8 ist ein bewusster Kompromiss aus Pädagogik und Wirtschaftlichkeit. Zum einen ersetzt das Tablet in diesem Jahrgang den Kauf eines teuren grafikfähigen Taschenrechners (CAS), wodurch das Budget für das Tablet entlastet wird. Zum anderen deckt die technische Lebensdauer heutiger Geräte (Akku und Software-Updates) den Zeitraum von Klasse 8 bis zum Abitur in der Regel gut ab.

  • Warum ein iPad?

    Die Entscheidung für das iPad basiert auf praktischen und pädagogischen Gründen, um einen störungsfreien Unterricht über Jahre hinweg zu gewährleisten:

    1. Langlebigkeit & Updates: Ein zentrales Problem im Schulalltag sind unterschiedliche Software-Versionen. Apple versorgt seine Geräte über 5 bis 6 Jahre mit dem aktuellen Betriebssystem (iPadOS). So stellen wir sicher, dass ein Gerät aus der 8. Klasse auch in der Oberstufe noch genau so funktioniert wie das neueste Modell des Sitznachbarn. Bei vielen Android-Tablets endet der Support oft deutlich früher, was zu Kompatibilitätsproblemen führt.

    2. Einheitlichkeit im Unterricht: Lehrkräfte müssen sich darauf verlassen können, dass Apps und Funktionen (wie das digitale Austeilen von Arbeitsblättern via AirDrop) bei allen 30 Schülerinnen und Schülern identisch funktionieren. Ein Mischbetrieb verschiedener Hersteller und Android-Versionen würde wertvolle Unterrichtszeit durch technische Problemlösung kosten.

    3. Format & Mobilität: Im Gegensatz zum Smartphone bietet das Tablet eine bildschirmfüllende Darstellung von DIN-A4-Seiten und ermöglicht das produktive Arbeiten (Texte schreiben, Präsentationen erstellen). Gegenüber Laptops punktet das iPad durch geringeres Gewicht, lange Akkulaufzeit und die sofortige Einsatzbereitschaft.

    4. Sicherheit & Verwaltung: Das geschlossene System von Apple bietet einen hohen Schutz vor Viren und Schadsoftware. Zudem lässt es sich durch die Schule datenschutzkonform verwalten (MDM), sodass Apps zentral bereitgestellt werden können.

  • Welche Kosten entstehen?

    Aktuell werden die Geräte noch durch die Erziehungsberechtigten finanziert.

    Es ist jedoch eine entlastende Änderung in Sicht: Die niedersächsische Landesregierung hat angekündigt, ab dem Schuljahr 2026/27 schrittweise digitale Endgeräte (Tablets/Laptops) für Schülerinnen und Schüler kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Finanzierung erfolgt dann über Landesmittel, wobei es sich voraussichtlich um Dauerleihgaben des Landes handeln wird.

    Bis diese Landeslösung greift, führen wir unser bewährtes Modell der Elternfinanzierung fort, um den aktuellen Jahrgängen einen zeitgemäßen Unterricht nicht vorzuenthalten. Sobald uns konkrete Details zur Umstellung und Abwicklung vorliegen, werden wir die Elternschaft umgehend informieren.

    Sollte dennoch eine private Anschaffung nötig bleiben, wird eine zinsfreie 0‑%‑Finanzierung angeboten, um die Kosten planbar zu machen. Das Gerät kostet ohne Zubehör und einschließlich der MDM‑Zuweisung voraussichtlich rund 350 Euro.

  • Ich habe schon ein Tablet. Kann ich mein vorhandenes Tablet benutzen?

    Bisher ist ein eigenes iPad nicht vorgesehen; grundsätzlich prüfen wir jedoch zusammen mit einem externen Dienstleister die Möglichkeit eines „Bring Your Own Device“ (BYOD). Aktuell wäre der Aufwand für unsere interne IT zu groß, daher liegt eine BYOD‑Lösung nur in Kooperation mit einem zertifizierten Partner im Bereich Geräteaufnahme und MDM‑Integration in Betracht. Konkrete Anforderungen und Abläufe würden wir bei einer Entscheidung rechtzeitig bekanntgeben.

  • Benötigt mein Kind eine Apple-ID?

    Da Geräte und Benutzer auf den Geräten mit einer MDM Lösung verwaltet werden, braucht der einzelne Schüler bzw. die einzelne Schülerin keine eigene Apple-ID. Wenn Sie selbst Apps für den privaten Gebrauch aufspielen wollen, brauchen Sie eine eigene Apple-ID. Es sind auch Familien-Apple-IDs möglich, bei denen vor Installation der Apps durch die Kinder die Eltern zustimmen müssen.

  • Unterstützt der Freundeskreis Familien in sozialen Härtefällen?

    Der Freundeskreis hat sich bereit erklärt, Gelder für einen Sozialfond bereitzustellen.

  • Muss ich eine Versicherung abschließen?

    Wir empfehlen den Abschluss einer Versicherung für die Tablets; er ist aber nicht verpflichtend. Der Abschluss erleichtert die Schadensregulierung und verhindert unangenehme, konfliktträchtige Abwicklungen für Eltern.

  • Kann die Anschaffung und Nutzung eines Tablets verweigert werden?

    Der Einsatz dieses Unterrichtsmittels ergibt nur Sinn, wenn alle Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe dieses haben.

  • Welches Zubehör ist vorgesehen?

    Die Tablets erhalten zwingend eine schützende Hülle; empfohlen wird ein Modell mit abdeckbarem Display, das das Gerät im Ranzen und während des Schulalltags zuverlässig schützt. Fast alle Schülerinnen und Schüler arbeiten mit einem Stift (Apple Pencil oder kompatibler Drittanbieter‑Pen). Unsere Erfahrung zeigt: präzises Schreiben, Notizen, Zeichnen und Aufgabenbearbeiten sind ohne Stift nur eingeschränkt möglich. Ergänzend nutzen manche Lernende eine Tastatur — besonders bei längeren Texten oder bei Aufgaben, die schnelles Tippen erfordern.

  • Benötigt mein Kind noch Schulbücher?

    Die Erfahrungen zeigen, dass das iPad das gedruckte Buch oft nicht vollständig ersetzen kann. Paralleles Arbeiten (z. B. digitales Buch auf dem Tablet und gleichzeitig handschriftliche Aufgaben) ist häufig nicht praktikabel. Schulbuchverlage bieten zwar zunehmend digitale Versionen an, wodurch die Anzahl mitzubringender Bücher mittelfristig sinken kann; ob ganz auf gedruckte Bücher verzichtet werden kann, bleibt abzuwarten.

  • Wird der Unterricht nur noch auf Tablets stattfinden? Wie ist der Umfang des Einsatzes? Muss jede Lehrkraft jetzt im Unterricht das Tablet verwenden?

    Natürlich nicht. Der Umfang des Tablet‑Einsatzes wird von jeder Lehrkraft selbst nach pädagogischen und fachlichen Gesichtspunkten bestimmt. Es gibt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in allen Fächern; im Sinne der Medienkompetenz ist ein abwechslungsreicher Einsatz von Tablet, Buch und anderen Medien wünschenswert.

  • Schreiben die Schülerinnen und Schüler dann immer noch genug?

    Wir legen weiterhin großen Wert auf Handschriftlichkeit: Schriftliche Aufgaben werden im Unterricht bewusst digital und handschriftlich durchgeführt. Handschrift bleibt wichtig — besonders, weil Klassenarbeiten und Klausuren handschriftlich geschrieben werden; das Üben und Festigen der Handschrift ist uns daher sehr wichtig.

  • Werden Klassenarbeiten und Klausuren auf dem iPad geschrieben?

    Die Arbeit mit dem Tablet dient zunächst der Vorbereitung von Klassenarbeiten, die weiterhin auf Papier geschrieben werden. Das Tablet kann aber als Hilfsmittel (Taschenrechner, Wörterbuch) verwendet werden.

  • Kann ich das Gerät auch privat zu Hause nutzen?

    Es ist in erster Linie ein Arbeitsgerät für die Schule, das morgens ausreichend geladen mitzubringen ist. Darüber hinaus kann es privat genutzt werden, solange der schulische Einsatz nicht beeinträchtigt wird (z. B. freier Speicherplatz).

  • Wie werden die Geräte administriert?

    Bei der großen Anzahl an Geräten erfolgt die Verwaltung über eine professionelle Mobile Device Management (MDM)-Lösung. Die iPads werden vor Ausgabe registriert, erhalten automatisch nötige Software, Lizenzen und Profile (z. B. Jahrgangs‑Konfigurationen) und werden im sogenannten „supervised mode“ betrieben, sodass Updates, Einstellungen und Steuerungsfunktionen zentral verteilt werden können. Die Eltern können über ihre private Apple‑ID selbst Apps installieren; Umfang und Nutzung liegen in ihrer Verantwortung.

  • Wie wird verhindert, dass die Schüler im Unterricht unbemerkt im Internet surfen?

    Die Lehrkraft kann die zu benutzende Programme temporär einschränken, Internet freigeben oder sperren und selbstverständlich den Unterricht ohne Tablet erteilen.

  • Wie geht die Schule mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht um?

    Wir thematisieren den sinnvollen und verantwortungsvollen Einsatz von KI mit den Schülerinnen und Schülern. Dazu gehören Diskussionen zu Möglichkeiten und Grenzen, Quellenkritik, Urheberrecht und ethischen Fragestellungen sowie konkrete Übungen zur sicheren Nutzung von KI‑Tools. Bei der Einbindung orientieren wir uns an geltenden Regelungen (z. B. EU‑AI‑Act) und passen Lehrinhalte und schulische Vorgaben fortlaufend an, um Datenschutz, Transparenz und pädagogische Zielsetzungen zu gewährleisten.

  • Dürfen die Tablets in den Pausen genutzt werden?

    Die Pausen bleiben tabletfrei: iPads und Handys dürfen in den Pausen nicht genutzt werden. Die Geräte verbleiben im Klassenraum (der abgeschlossen wird) oder — bei Fachraumwechsel — sicher in den Schultaschen. Ein eingesetzter „Tablet‑Dienst“ (ähnlich dem Ordnungsdienst) übernimmt die Aufsicht über die im Flur abgelegten Taschen. So vermeiden wir Ablenkung, reduzieren das Risiko von Beschädigungen und gewährleisten einen geordneten Ablauf zwischen den Unterrichtsstunden.

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