Franz ösisch Der Fachbereich

Das Fach Französisch

Der Bildungsbeitrag

Französisch als zweite Fremdsprache

Französisch nimmt eine Schlüsselposition im Rahmen des gesellschaftlich geforderten Mehrsprachig- keitskonzepts ein. Mehrsprachigkeit ist daher vor dem Hintergrund internationaler Kooperation und Mobilität sowie der Globalisierung eine wesentliche Voraussetzung für Verstehen und Verständigung in vielfältigen Bereichen. Situations- und adressatengerechtes Sprachhandeln ist demnach ent- scheidend für eine erfolgreiche Verständigung. Zudem ist die Entwicklung sprachlicher und inter- kultureller Handlungsfähigkeit in ihrer affektiven, kognitiven und interaktiven Dimension persönlich- keitsbildend und stellt eine übergreifende Aufgabe des Fremdsprachenunterrichts dar.

Französisch ist in wirtschaftlicher, politischer und kultureller Hinsicht eine bedeutende Weltsprache: Sie ist in zahlreichen Ländern Mutter-, Amts- und Verwaltungs- oder Zweitsprache und in inter- nationalen Organisationen offizielle Arbeitssprache, so z. B. in der EU, den Gremien der Vereinten Nationen, der UNESCO, der Welthandelsorganisation sowie in den Internationalen Olympischen Komitees. Kenntnisse der französischen Sprache und Kultur sind demnach Voraussetzung für die Teilnahme am europäischen und internationalen gesellschaftlichen Diskurs.

Zwischen Deutschland und Frankreich bestehen besonders intensive politische und wirtschaftliche Beziehungen: Frankreich ist der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik Deutschland; es gibt zahlreiche deutsch-französische Kooperationen in Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Kultur (z. B. AbiBac, Deutsch-Französische Hochschule – Université franco-allemande, Airbus, ARTE). Französische Sprachkenntnisse sind daher für viele Studiengänge, berufliche Austauschprogramme und Praktika Voraussetzung.

Die besonderen Beziehungen zwischen den beiden Staaten werden auf der Grundlage des Deutsch- Französischen Freundschaftsvertrags durch persönliche und institutionelle Kontakte gepflegt und das Erlernen der Sprache des Partnerlandes wird gefördert. Das Deutsch-Französische Jugendwerk unterstützt vielfältige Programme kultureller, wissenschaftlicher und politischer Art, die die Be- gegnungen zwischen jungen Menschen beider Staaten fördern.

Über die französische Sprache und Literatur wird der Zugang zur Vielfalt frankophoner Länder (z. B. l’Afrique francophone, le Québec) ermöglicht. Die Auseinandersetzung mit den Lebenswirklichkeiten in Frankreich und anderen frankophonen Ländern sowie deren kulturellen, gesellschaftspolitischen und historischen Gegebenheiten führt zu einem wertvollen Zuwachs an Kenntnissen und Erfahrungen. Zugleich wird die Bereitschaft gefördert, die eigene kulturell geprägte Identität differenziert wahrzu- nehmen und unterschiedliche Sichtweisen zu reflektieren. Auf diese Weise wird das Verständnis für andere Völker und deren Kultur im Sinne eines toleranten, respektvollen Umgangs mit unterschied- lichen Denk- und Verhaltensmustern weiter entwickelt.

Als Brückensprache erleichtert die französische Sprache darüber hinaus das Erlernen weiterer romanischer Sprachen und fördert durch zunehmende Sprachbewusstheit das laterale Fremd- sprachenlernen.

Curricula Vorgaben

Curriculum Sek.I
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Curriculum Sek. II
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Hauscurriculum Kl. 6
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Hauscurriculum Kl. 7
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Hauscurriculum Kl. 11
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Hauscurriculum Kl. 12/13
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Leistungsbewertung im Fach Französisch in der Sek I

Rahmenbedingungen der Bewertung der Leistung im Fach Französisch stellen das Kernkurriculum sowie die Vorgaben des Erlasses „Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis10 des Gymnasiums – Niedersachsen“ dar.

Die Ergebnisse schriftlicher Lernkontrollen sowie die Bewertung der mündlichen Leistung gehen zu gleichen Teilen in die Zeugnisnote ein.

Schriftliche Lernkontrollen beinhalten in der Regel zwei oder mehr der folgenden Aspekte:

– Hörverstehen

– Leseverstehen

– Mediation (Sprachmittlung)

– Schreiben

In den Klassen 6 bis 9 werden vier Klassenarbeiten, im Jahrgang 10 werden drei Klassenarbeiten in einem Schuljahr geschrieben. Die Dauer der Lernkontrollen beträgt in der Regel in den Jahrgängen 6 bis 9 eine Schulstunde (45 Minuten), im Jahrgang 10 eine Doppelstunde (90 Minuten).

In den Jahrgängen 8 und 10 wird eine Klassenarbeit durch eine Sprechprüfung ersetzt. Die Sprechprüfung besteht aus den drei Formaten Interview, monologisches und dialogisches Sprechen (siehe „Sprechprüfung – Niedersachsen“, S. 10-11).

Zu der mündlichen Leistung zählen:

– Beiträge zum Unterrichtsgespräch (Berücksichtigt werden die Qualität der Aussprache, die Aussagekraft der Beiträge, die Sprachrichtigkeit und das Ausdrucksvermögen.)

– Präsentation von Hausaufgaben

– Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen zur Anfertigung von schriftlich oder mündlich durchgeführten Übungen im Unterricht

– Präsentationen, auch mediengestützt (z. B. Referat, Plakat, Video)

– Szenische Darstellungen in der Fremdsprache

– Ergebnisse von Partner- oder Gruppenarbeiten

– Vokabel- und Grammatiktests

Der Leistungsstand wird den Schülerinnen und Schülern zweimal im Halbjahr mitgeteilt.